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Leben im Einklang mit der Natur...

Das bäuerliche Jahr ist voll von Brauchtum und Tradition, welche von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Es war in früheren Zeiten selbstverständlich die Bräuche und auch Traditionen einzuhalten. Viele sind durch den religiösen Glauben entstanden und fest mit kirchlichen Feiertagen verbunden, zum Beispiel die prachtvollen Prozessionen an Fronleichnam oder die Taufe eines Neugeborenen in der Osternacht.

Durchaus gibt es aber ebenfalls Bräuche, die Ihre Herkunft in heidnischen Riten finden und daher oft auch von Aberglauben begleitet waren, wie das Sonnwendfeuer Ende Juni, das erst von der Kirche mit dem Namenstag Johannes des Täufers am 24. Juni in Verbindung gebracht worden war, oder die geheimnisumwitterten Raunächte zwischen Weihnachten und Heiligdreikönig, in denen man sich vor Dämonen und Geistern fürchtete.

All diese Bräuche, egal ob religiöser oder von weltlicher Natur, gaben dem bäuerlichen Leben eine Ordnung und auch Sinn, in dem manmchal eintönigen und von schwerer Arbeit geprägten Alltag.

Der Hausgarten war die Domäne der Landwirtin.

Nach einer festen Ordnung wurden im Bauerngarten verschiedenste Arten von Gemüsen und Salaten, aber auch Blumen sowie Küchen- und Heilkräuter angebaut.

Der Anbau erfolgte nach alten überlieferten Traditionen umd mit selbst gezogenem Saatgut. Gepflanzt wurde nur das, was von Klima und Bodenbeschaffenheit her auch tatsächlich wuchs. So gab es das ganze Jahr über im Hausgarten etwas zu ernten, der damit die Familie nicht nur mit Nahrung sondern auch mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgte.

Bei Aussaat und Ernte wurden die Mondphasen berücksichtigt, gedüngt wurde mit Mist, Schädlinge wurden mit Kräuterjauchen und Schutzpflanzen vertrieben.

Januar

Hartung oder auch Schneemond wurde der Januar in früheren Zeiten genannt. Zurückzuführen auf die oftmals vorherrschende  Kälte.

Februar

Hornung oder auch Taumond wurde der Februar früher genannt, weil er so hart bzw. kalt wie ein Horn ist. Häufig war auch mit trügerischem Tauwetter zu rechnen.

März

Lenzmond oder Ackermonat, alte Bezeichnungen für den Monat März, weisen darauf hin, dass nun der Frühling vor der Trür steht und damit auch wieder die Feldarbeit beginnt - jedenfalls bei milden Temperaturen.

April

Ostermond, aber auch Keimmond sind alte Bezeichnungen für den April, denn jetzt keimte die Saat aus, die der Bauer im März auf den Feldern ausgebacht hat.